Die Webseite zum Buch:
"Kamikaze-Pit" -
Ein Leben für die Steilwand


Schon seit Jahren wuchs in unseren Köpfen der Gedanke, einmal ein Buch zu schreiben.

Immer wieder erzählten wir in Gesprächen mit Bekannten, Fans, Veranstaltern und Freunden von unseren Erlebnissen und wie alles einmal entstand. Und immer wieder hieß es..."Mann, das müsst ihr in einem Buch zusammen schreiben - das ist so interessant."

Tja und als es sich nun mit der Aufgabe der ersten Steilwand und der letzten Show damit in Sinsheim 2010 abzeichnete, dass wir uns wohl über kurz oder lang von dieser Showbühne verabschieden würden, wurde dieser Gedanke immer konkreter.

Hinzu kam, dass unser langjähriger Partner, der Huber-Verlag Mannheim, uns ebenfalls bestärkte, dieses Buch zu schreiben und sie versprachen, es dann auch zu verlegen.

Im März 2011 dann schlugen wir ein und es war besprochene Sache, dass wir unser Manuskript bis Weihnachten einreichen würden und das Buch dann bei der Motorradmesse in Mannheim im März 2012 veröffentlicht werden sollte.


Seit 2010 hatten wir uns parallel zu unseren Motorrad-Steilwand-Shows noch ein Fahrgeschäft zugelegt und zunächst hieß es einmal, damit auf Tour zu gehen.

Wir waren in dem festen Glauben, während der Tour ausreichend Zeit zu finden, um schon einmal einige Seiten zu schreiben. Doch hatten wir so viel zu tun und die Tage zogen ins Land, dass ich am Ende der Saison gerade einmal eine Geschichte fertig hatte.

Im November flogen wir wieder nach USA, wo unsere erste Steilwand zwischenzeitlich in einem Museum ihr festes neues zu Hause gefunden hatte, um dort den Museumsbesuchern die Pit´s Wall-of-Death-Show zu präsentieren.

Und auch dort verschlangen anderweitige Verpflichtungen unsere ganze Zeit und wieder war Nix geschrieben. Am 24.11. flogen wir wieder in Deutschland ein. War jetzt Zeit zu schreiben? Mit Nichten.......denn schon wenige Tage später machten wir uns auf, mit der Show gen Bad Salzuflen zu fahren, um dort wiederum bei der Custombike-Messe mit den "Kleinsten Motorrädern der Welt" und unserer "Mini-Motorrad-Steilwand-Show" die Besucher zu unterhalten.


Ganz vorsichtig nahm ich dort den Projektleiter für unser Buch, Carsten vom Huber-Verlag, auf die Seite und fragte ihn kleinlaut, wann denn der absolut letzte Abgabetermin für das Manuskript sei, damit wir das fertige Buch am 16.3. in Mannheim vorstellen könnten.

Puh......seine Antwort klang wie Engelsgesang in meinen Ohren:

"Tja, wenn wir hart ans Limit gehen, brauche ich das Manuskript spätestens bis zum ersten Werktag nach "Hlg. Drei Könige", also am 9.1.2012."


Ich rechnete: am 10.12. waren wir von Bad Salzuflen zu Hause, dann einen Tag, um alles auszuladen und winterfest zu machen- dann könnte ich also am 12.12. mit dem Schreiben beginnen. Das waren 4 Wochen =

28 Tage mal 10 Stunden = 280 Stunden.

Meine Vorgabe war, mindestens 130 A4-Seiten in 12Pkt.-Schriftgröße zu schreiben. Das entsprach etwa 4-5 Seiten pro Tag.

Klar......das war zu schaffen.............


Gesagt - getan: Am 12.12. verlagerte ich meine notwendige Büroausstattung ins Eßzimmer und richtete ich mich dort ein.

So war gewährleistet, dass Pit und ich zusammen sitzen, denken und schreiben konnten. Außerdem war die Atmosphäre einfach wohnlicher und gemütlicher als im Büro.

Die ersten Tage reichte mir noch ein einfaches Kissen auf meinem Stuhl, doch schon bald stockte ich es gegen ein dickes Kissen und eine Decke im Rücken auf.

Es sollte sich herausstellen, dass es gar nicht so einfach war diese 4-5 Seiten am Tag zu schreiben. Dabei spreche ich jetzt natürlich nicht vom reinen Schreiben, sondern davon, alle Daten in die korrekte Chronologie zu packen und vor allem, sich an alles zu erinnern........

Für Pit eine granatenmäßige Herausforderung, lagen die Jahre seiner Kindheit und Jugend doch auch schon ein paar Jahrzehntchen zurück.

Da jedoch gerade in diesen Jahren viel geschehen war, was seine Zukunft prägte, musste hier doch einiges an Details aus dem untersten Gehirngängen hervor gekramt werden. Aber Pit kam rein und in der ersten Woche hatte er handschriftlich zwei A5-Bücher voll geschrieben mit seinen Erinnerungen an diese Zeit bis hin zu jener Zeit, bis ich in sein Leben trat.

Ich machte mich also daran, all diese Erlebnisse nun in Erzählform nieder zu schreiben und allmählich kam ich wieder richtig rein in mein einstiges Hobby: die deutsche Sprache für Geschichten auszubeuten.

Einfacher und immer mehr ins Fahrwasser kam ich natürlich ab dem Zeitpunkt, als wir uns mit zwei Köpfen der Vergangenheit erinnern konnten und von Tag zu Tag kamen nun nicht nur 4-5 sondern durchaus auch 10-12 Seiten Geschriebenes hinzu.


Pit machte sich nun parallel zu meiner Schreiberei daran, all die viele Negative, die aus alten Zeiten in etlichen Kartons ihr Dasein fristeten und die noch nicht den Weg ins digitale Zeitalter gefunden hatte, in mühevoller Arbeit per Negativscanner auf eine Speicherkarte zu bannen, zwecks späterer Verwendung für das Buch.

Es sei angemertkt, dass Pit in diesen Tagen so etwa 5-6000 Neagtive auf diese Weise zur Auferstehung verhalf.

Hinzu kamen etwa 2000 Presseartikel, die er dann per Handscanner auf der Festplatte verewigte.


Wir hatten vor lauter Lauter gar nicht bemerkt, dass Weihnachten vor der Tür stand. Hätte nicht unsere Tochter Alexandra, die uns übrigens während dieser Zeit perfekt bekochte, uns mit Kaffe und Getränken und den unverzichtbaren Zigaretten versorgte, die Räume nicht etwas weihnachtlich dekoriert........wir hätten das Fest glatt überschrieben.

So aber machten wir tatsächlich am Heilig Abend um 18.00 h Feierabend und gönnten uns einen gemütlichen Familienabend bei unserem traditionellen Weihnachtsessen, Wienerle und Kartoffelsalat, etwas guter Musik und themenfremden Gesprächen, um dann schließlich vor den Fernsehen einzuschlafen.

Das war´s dann aber auch mit weihnachtlicher Pause. Die Feiertage wurde durchgearbeitet und irgendwann wunderte ich mich, dass mir mein Stuhl nicht schon an meinen Allerwertesten angewachsen war. Nur zu einem bestimmten Gang, den auch meine Tochter mir nicht abzunehmen in der Lage war, verließ ich meinen Platz am PC.

Tag für Tag von morgens um 9.00h / 9.30 h bis spät nachts, in der Regel 23.00 h bis 1.00 h. Einzig das Ziel vor Augen, den Abgabetermin in jedem Fall einzuhalten.

An Silvester brummte mir dann mein Körper eine Zwangspause auf. Ich hatte leichte Schwindelanfälle und auf Anraten unserer Ärztin packten wir uns ins Auto, nahmen zwei Tage Auszeit und verbrachten Silvester mit unseren besten Freunden.

Das hatte gut getan und so lief der Countdown im neuen Jahr wie geschmiert. Seite um Seite klimperte ich in die Tastatur, Pit las Probe, wir korrigierten das ein oder andere und am 09.1. morgens um etwa 5.00 h
sendete ich die 153 Seiten umfassende pdf-Manuskriptdatei an Carsten Heil vom Huber-Verlag.

Ich glaube nicht, dass er daran noch geglaubt hatte, von uns ein Manuskript zu bekommen.


Damit war es aber noch nicht zu Ende: nun hatten wir noch eine weitere Woche, um die zum Text passenden Bilder aus unserem Funduns heraus zu suchen. Nun sei gesagt, dass ich nun, mit den etwa 6.000 von Pit neu eingescannten Bildern, über eine lächerliche Auswahl von gerade einmal 15 874 Bildern auf dem PC verfügte.

Sollte doch einfach sein, daraus so etwa 300 Bilder für das Buch heraus zu suchen..........

Fortsetzung folgt in Kürze...........





 
Warum ein Buch